Hurra, es ist Holi!

Holi – das indische Farbenfest

Holi – das indische Farbenfest

Das fröhliche, indische Frühlingsfest Holi ist auch unter der Bezeichnung „Fest der Farben“ bekannt. Es ist vielleicht das älteste Fest überhaupt, mit Sicherheit aber das bunteste. Hier zulande findet diese indische Tradition zunehmend Anhänger; immer mehr Leute feiern mit und bewerfen sich gegenseitig mit Farbbeuteln.

In Indien feiert man das Frühlingsfest mit allen, die Spaß daran haben – es gibt keine Grenzen zwischen Kaste, Geschlecht, gesellschaftlichem Stand oder Alter. Ausgelassen besprengen und bestreuen sich die Menschen mit gefärbtem Wasser und gefärbtem Puder. Die Farbpulver bestanden ursprünglich aus Blüten, Wurzeln und Kräutern, denen heilende Wirkungen zugesprochen wurden. Heute bestehen sie jedoch meist aus synthetischen Farben, die teilweise sogar leider schädlich sind.

Das Thema giftige Farben ist für Printe als Modelabel ein wichtiges Thema. Aus diesem Grund wollen wir einen kleinen Ausflug in die indischen Färbereien machen, und zwar nach Tamil Nadu. In diesem Bundesstaat tummelt sich die Textilindustrie wie an keinem anderen Ort auf der Erde. Nicht nur Printe lässt hier die Stoffe färben, auch große Textilketten wie C&A, H&M, Woolworth oder Otto gehen hier einkaufen. Mit dem gewaltigen Unterschied, dass Printe neben dem Bio-, Fair-Trade und myclimate-Siegel auch garantiert, dass der Global Organic Textile Standard, kurz GOTS, eingehalten wird.

 

Ein ökologisches Desaster

Welche Auswirkungen dieser Unterschied hat, zeigt ein Bericht von Greenpeace über den Fluss Nyel, ein Seitenarm des Cauvery, die Lebensader Tamil Nadus. Nicht nur zum Frühlingsfest fließt er dunkelviolett. Die ungeklärten Rückstände der Bleichereien und Färbereien – Chloride, Peroxide, Amine, Säuren, Laugen und Schwermetalle – machen den Fluss zur Kloake.

Auch die Brunnen sind vergiftet. Die Wasserpreise steigen und der Verteilungskampf innerhalb der Bevölkerung spitzt sich zu. Morgens und abends stehen die Menschen zu Hunderten – Frauen, Greise und Kinder – in langen Schlangen mit ihren Krügen an den Ausgabestellen. Für landwirtschaftliche Bewässerung ist kein Wasser übrig.

Und der Durst der Färbereien und Bleichereien, in denen die Arbeiter, rund 30.000 davon sind allein in Tamil Nadu Kinder, bis zur Hüfte in chlorhaltigen Bädern stehen, ist angesichts der gigantischen Menge Stoff, die täglich verarbeitet wird, kaum zu löschen. Kanalisation, Klärung oder gar die Wiederverwertung von Abwässern gibt es in der Regel nicht.

Wie die Deutsche Welle berichtete, sind die gesetzlichen Vorgaben mittlerweile verschärft worden, deren Einhaltung sei allerdings häufig nicht gegeben. Die einen leiteten die Abwässer weiterhin illegal in die Flüsse, die anderen bestechen die Kontrolleure.

 

Nachhaltig bunt und gesund

GOTS ändert jetzt genau was? Das GOTS-Textilsiegel bietet den Verbrauchern die Sicherheit, ganz bewusst einen anderen Weg zu gehen. Es verbietet die Verwendung von toxischen Schwermetallen, Azo-Farbstoffen und ähnlichen Farbstoffen zum Färben und Bedrucken. Das Siegel berücksichtigt nicht nur die gesundheitlichen Aspekte der Textilproduktion. Es liefert zusätzlich einen ökologischen Standard: 90 % der Kleidung muss aus Naturfasern hergestellt sein. Davon müssen mindestens 70 % aus biologischem Anbau stammen. Bei der gesamten Herstellung soll auf den Energie- und Wasserverbrauch geachtet werden, um diesen so gering wie möglich zu halten.

Beim Färbeprozess für die Printe Shirts, die ausschließlich aus Bio-Baumwolle bestehen, werden zwischen 90 % und 95 % des im Färbeprozess verwendeten Wassers zurück gewonnen. Das schont die kostbare Ressource Wasser. Bei der anschließenden Wasserbehandlung werden alle Färbemittel entfernt.Watch Full Movie Online Streaming Online and Download

Für ein Zertifikat nach Global Organic Textile Standard müssen außerdem die sozialen Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) eingehalten werden, also: keine Kinderarbeit, Diskriminierung oder Zwangsarbeit, gerechte Löhne und Arbeitsschutz; alles selbstverständlich für Printe.

Das waren viele Zahlen – aber zurück zum Holi-Fest. Hier könnt ihr euch ein kurzes Video zu der Massenveranstaltung Holi in Berlin anschauen.

Unter folgendem Link findet ihr ganz tolle Fotos aus Indien und dem originalen Frühlingsfest.

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